Leistungen im Überblick

Welche Hilfe passt zu welcher Situation?

Welche Leistung passt, hängt vom individuellen Bedarf, der Rechtsgrundlage und der Bewilligung des zuständigen öffentlichen Trägers ab. Hier sehen Sie, wo unsere Begleitung im Alltag ansetzt.

Eingliederungshilfe SGB IX oder § 35a SGB VIII

Soziale Teilhabe

Manche Ziele lassen sich nicht in einem Besprechungsraum üben. Wenn Busfahren, Verabredungen, Vereine oder Übergänge viel Kraft kosten, begleiten wir genau dort.

Das kann heißen, einen Weg wiederholt zu erproben, eine Verabredung vorzubereiten, Pausen rechtzeitig zu planen oder eine passende Form der Kommunikation zu finden. Entscheidend ist, was im eigenen Alltag tatsächlich weiterhilft.

Bei jungen Menschen aus dem Autismus-Spektrum achten wir besonders darauf, Situationen vorhersehbar zu machen, Reize einzuordnen und Veränderungen so vorzubereiten, dass sie nicht überraschend überfordern.

Welche Rechtsgrundlage gilt, richtet sich nach dem Einzelfall. Bei einer drohenden oder bestehenden seelischen Behinderung kann § 35a SGB VIII einschlägig sein. Bei körperlicher oder geistiger Behinderung beziehungsweise einer Sinnesbeeinträchtigung gelten die Regelungen des SGB IX.

Kontakt aufnehmen
Illustration: Ein Junge im Rollstuhl fotografiert mit einer Kamera
Schulbegleitung SGB IX oder § 35a SGB VIII

Teilhabe an Bildung

Nicht der Lernstoff ist unser Auftrag, sondern der Zugang zum Schultag. Begleitung kann beim Ankommen, beim Aufgabenstart, in Pausen, bei Übergängen oder in sozialen Situationen ansetzen.

Wir beobachten, wann Unterstützung nötig ist und wann sie zurücktreten kann. Absprachen mit Familie und Schule sollen im Unterricht praktikabel bleiben. Strukturierungssysteme und METACOM-Bildmaterial setzen wir dort ein, wo sie dem jungen Menschen wirklich Orientierung geben.

Schulische Inklusionsassistenz leisten wir unter anderem an der Joan-Miró-Schule und der Annie-Heuser-Schule.

Kontakt aufnehmen
Illustration: Ein Mädchen bekommt eine Lavendelpflanze überreicht
Ambulante Hilfen zur Erziehung § 27 i. V. m. §§ 29-31, 35 SGB VIII

Hilfen zur Erziehung

Ambulante Hilfen zur Erziehung setzen dort an, wo Familien Entlastung, Orientierung und verbindliche Alltagsstrukturen brauchen. Sozialpädagogische Familienhilfe arbeitet mit Eltern und Kindern an Erziehungsfragen, Konflikten, Krisen, Schul- und Ämterkontakten.

Sind beide Hilfen bewilligt und an uns beauftragt, stimmen wir die Rollen anhand der jeweiligen Hilfe-, Gesamt- oder Teilhabeplanung ab. Soweit fachlich und vertraglich vorgesehen, arbeiten unterschiedliche Fachkräfte mit getrennten Aufträgen zusammen.

Mehr zur Familienhilfe

Wie die sozialpädagogische Familienhilfe abläuft, für wen sie gedacht ist und was unser Co-Team-Modell auszeichnet, erfahren Sie auf der eigenen Seite.

Zur Familienhilfe
Gemeinsam erleben

Termine & Gruppen

Kleine, verlässlich begleitete Gruppen mit klarer Struktur: maximal acht junge Menschen, bei Autismus-Schwerpunkt bewusst kleiner. Je nach Bedarf und Bewilligung können Gruppenangebote Teil der Sozialen Teilhabe sein.

Musik & Kunst

Im Atelier wird mit Musik und gestalterischen Mitteln gearbeitet, auch ohne gesprochene Sprache.

Kochen & Körperwahrnehmung

Planen, Einkaufen, Zubereiten, Absprachen treffen und Körperwahrnehmung üben.

Tanzen & Taekwondo

Bewegung, Rhythmus, Regeln und respektvoller Umgang miteinander im Bewegungsraum.

Gartenprojekte

Säen, pflegen, ernten: naturpädagogische Angebote in unserem 400-m²-Garten am Rathaus Steglitz.

Ferienprogramme

Ausflüge und Langzeitprojekte in den Ferien, verlässlich geplant, mit vertrauten Bezugspersonen.

Arbeitsweise

Woran Familien uns im Alltag messen können

Nicht an großen Versprechen, sondern daran, ob Absprachen verständlich sind, Zuständigkeiten stimmen und eine Idee im Alltag trägt.

Vorher wissen, was passiert

Neue Termine, Wechsel und ungewohnte Situationen bereiten wir so vor, dass Kinder und Jugendliche sich orientieren können. Was hilft, wird gemeinsam ausprobiert und für die nächste Situation festgehalten.

Ein Nein wird gehört

Rückzug, Unruhe oder Ablehnung sind nicht einfach störendes Verhalten. Wir versuchen zu verstehen, was dahintersteht, und suchen eine Form der Beteiligung, die zur Kommunikation des jungen Menschen passt.

Eine Idee muss funktionieren

Eine gute Methode hilft nur, wenn sie auch zu Hause, in der Schule oder unterwegs praktikabel ist. Deshalb prüfen wir Absprachen im echten Alltag und verändern sie, wenn sie dort nicht tragen.

verständlich erklärenZuständigkeiten benennenRückmeldungen aufnehmenAbsprachen nachhalten
Termine & Gruppen

Termine für angebundene Familien

Bereits bei Mitleben angebundene Familien finden im geschützten Kalender aktuelle Gruppen- und Ferientermine mit freien Plätzen.

Unser Kalender für Termine & Gruppen

Bereits angebundene Familien können Termine mit ihrem Zugangscode ansehen und organisatorische Plätze buchen. Der Kalender läuft auf unserem eigenen Server; es werden keine Daten an Drittanbieter übertragen. Die Buchung reserviert einen organisatorischen Platz. Sie ersetzt keine Bewilligung und erweitert keinen bewilligten Leistungsumfang.

Kalender öffnen Öffnet in einem neuen Tab · termine.mitleben.berlin